Veraltete Schließtechnik – eine rechtliche und wirtschaftliche Gefahr

Gerade die Betreiber kritischer Infrastrukturen wie Energieversorgung und Telekommunikation (KRITIS) tragen eine große Verantwortung für das Funktionieren unserer modernen Gesellschaft. Anlagen und Gebäude müssen daher vor Ausfall und Sabotage wirksam geschützt werden. Allerdings liegt die Haftung aufgrund der aktuellen österreichischen Rechtslage bei den Unternehmen selbst. Ewald Marschallinger, Geschäftsführer der ASSA ABLOY Austria GmbH, beschreibt, wie mit modernen elektronischen Schließlösungen wie CLIQ® KRITIS-Einrichtungen ihren Sicherheitslevel deutlich verbessern können:

”Kritische Infrastrukturen liegen aufgrund ihrer wichtigen Versorgungsfunktionen im nationalen Interesse. Daher spricht der Gesetzgeber in seinem Programm zum Schutz dieser Einrichtungen von einer Selbstverpflichtung der Unternehmen. Laut dem Masterplan sind betroffene Firmen dazu angehalten, die Anlagen vor Ausfall zu schützen sowie im Fall einer Betriebsstörung die Versorgung so schnell wie möglich wieder aufzunehmen. Das stellt hohe Anforderungen an die Schutzstandards. Diese wurden allerdings noch nicht in konkrete Vorgaben umgesetzt, an denen sich Firmen orientieren könnten.

Haftungsrisiko bei älteren mechanischen Schließanlagen

Speziell bei älteren mechanischen Schließanlagen kann das für die Betreiber zu einem Haftungsrisiko werden. Denn läuft der Patentschutz für die Schließanlage ab, lassen sich die Schlüssel sehr einfach im Handel kopieren. Das Fachgeschäft muss für den Nachschlüssel keinerlei Kontakt mehr zum Hersteller aufnehmen. Eine einzige leicht verfügbare Schlüsselkopie reicht, um unbefugt in sicherheitsrelevante Räumlichkeiten einzudringen. Für den entstandenen wirtschaftlichen Schaden durch Versorgungsausfälle haften die Unternehmen selbst, da sie rechtlich gesehen keine ausreichenden Schutzmaßnahmen ergriffen haben.

Doch selbst eine Neuinvestition in eine aktuelle mechanische Schließanlage bietet vor diesem Szenario keinen ausreichenden Schutz. Denn die zu erwartende Lebensdauer der Schließanlage übertrifft die Dauer eines Patentschutzes um viele Jahre. Das bedeutet für Gebäudebetreiber, dass sie entweder bereits heute schon das Haftungsrisiko tragen oder es durch eine Neuinvestition bestenfalls nur einige Zeit bis zum Ablauf des Patentschutzes in die Zukunft schieben können.

Dieses Problem lässt sich mit dem Umstieg auf eine elektronische Schließanlage wie CLIQ® von vorneherein vermeiden. Das Schließsystem der ASSA ABLOY Austria ist kabellos, schnell installiert, robust und einfach zu verwalten. Die elektronischen Schlüssel können nicht kopiert werden, da sie die Zutrittsberechtigungen nur auf einem Chip speichern. Verlorene oder nicht zurückgegebene CLIQ-Schlüssel lassen sich umgehend sperren und sind somit unbrauchbar. Egal in welcher Variante – die CLIQ®-Schließanlagen schützen nicht nur Gebäude vor unbefugtem Zutritt, sondern auch Betreiber vor teuren Schadensersatzansprüchen.“