Die Norm für elektrisch gesteuerte Fluchttüranlagen für Türen in Fluchtwegen - ÖNORM EN 13637

Elektrisch gesteuerte Fluchttüranlagen nach ÖNORM EN 13637 sind zunehmend Teil des Sicherheitssystems eines Gebäudes. Auch die Anwendung von elektrischen Verriegelungen und Steuerungen kommt immer häufiger vor.

Diese elektrisch gesteuerten Fluchttüranlagen bieten eine erhöhte Sicherheit gegen Missbrauch. Durch den Einsatz geprüfter Komponenten nach ÖNORM EN 13637 kann der Personenfluss in beiden Richtungen kontrolliert werden. Die Anlagen eignen sich – abhängig von der Ausstattung – für Fluchttüren mit Panik- und Notausgangsfunktion. Elektrisch gesteuerte Fluchttüranlagen ermöglichen ein sicheres und wirkungsvolles Öffnen der verriegelten Türe mit höchstens zwei Betätigungen zur Freigabe. Als neue Funktionen sind die verzögerte Freigabe und die Sperrung der Freigabe möglich. Hierfür beschreibt die ÖNORM EN 13637 zusätzliche Bedingungen. Allerdings müssen solche Funktionen von den zuständigen Behörden genehmigt werden. Die Anforderungen gelten unabhängig davon, ob sich Personen im Gebäude befinden oder nicht. Aus Gründen der Sicherheit  ist es erforderlich, dass sämtliche zusätzlichen Funktionen der Anlage, wie beispielsweise der Anschluss an die Zutritts- kontrolle, zu jeder Zeit das Prinzip der einfehler-sicheren Freigabe (Failsafe-Prinzip bei der Freigabe) einhalten.

Die elektrisch gesteuerten Fluchttüranlagen bestehen mindestens aus den folgenden Elementen, einzeln oder kombiniert:

  • Auslöseelement zur Freigabe der elektrischen Verriegelung für den Ausgang
  • Elektrische Verriegelung zum Sichern einer Fluchttür
  • Elektrische Steuerung für Versorgung, Anschluss und Steuerung von elektrischer Verriegelung und Nottaste
  • Zusätzlich dazu können die elektrisch gesteuerten Fluchttüranlagen eine Zeitverzögerung und/oder den Modus zur Sperrung der Freigabe miteinbeziehen